Krankenhäuser und stationäre Versorgung
Die stationäre medizinische Versorgung in der bayerischen Landeshauptstadt wird durch insgesamt 62 Krankenhäuser sichergestellt. Diese hohe Anzahl an Kliniken spiegelt die Bedeutung Münchens als zentraler Gesundheitsstandort in Bayern wider. Für Patientinnen und Patienten bedeutet diese Dichte an Einrichtungen in erster Linie, dass ein breites Spektrum an medizinischen Fachrichtungen und Spezialisierungen im Stadtgebiet abgedeckt wird.
Ein Krankenhausaufenthalt kann entweder als geplanter (elektiver) Eingriff oder aufgrund eines akuten medizinischen Notfalls erfolgen. Bei geplanten Aufenthalten, wie beispielsweise einer vorgesehenen Operation, erfolgt die Einweisung in der Regel durch die behandelnde Fachärztin, den Facharzt oder die Hausarztpraxis. In Deutschland haben gesetzlich krankenversicherte Patientinnen und Patienten grundsätzlich das Recht der freien Krankenhauswahl, sofern die gewählte Klinik für die Behandlung der jeweiligen Erkrankung zugelassen ist. Bei der Auswahl aus den 62 Münchner Krankenhäusern spielt die ärztliche Empfehlung oft eine entscheidende Rolle, da niedergelassene Medizinerinnen und Mediziner die fachlichen Schwerpunkte der einzelnen Häuser kennen.
Die 62 Krankenhäuser in München übernehmen unterschiedliche Versorgungsstufen. Die Krankenhauslandschaft in Deutschland unterteilt sich generell in Einrichtungen der Grund- und Regelversorgung, der Schwerpunktversorgung sowie der Maximalversorgung. Während Häuser der Grundversorgung die Basisversorgung (wie allgemeine Innere Medizin und Chirurgie) sicherstellen, bieten Kliniken der Schwerpunkt- und Maximalversorgung hochspezialisierte Behandlungen für komplexe oder seltene Krankheitsbilder an.
Ein wesentlicher Aspekt der stationären Versorgung ist das sogenannte Entlassmanagement. Jedes der 62 Krankenhäuser ist gesetzlich dazu verpflichtet, eine lückenlose Anschlussversorgung der Patientinnen und Patienten nach dem Klinikaufenthalt sicherzustellen. Dies ist besonders wichtig, wenn nach einer Operation oder einer schweren Erkrankung eine Rehabilitation, häusliche Krankenpflege oder der Wechsel in eine der 81 Pflegeeinrichtungen der Stadt erforderlich wird. Der Sozialdienst der jeweiligen Klinik unterstützt die Patientinnen, Patienten und Angehörigen bei der Organisation dieser nachgelagerten Schritte, stellt Anträge bei den Kranken- und Pflegekassen und hilft bei der Vermittlung von Plätzen.
Für Sie als Patientin oder Patient bedeutet die Anzahl von 62 Kliniken, dass Sie im Bedarfsfall in der Regel eine Einrichtung finden, die nicht nur medizinisch für Ihr Anliegen geeignet ist, sondern sich auch in einer für Sie und Ihre Angehörigen erreichbaren Entfernung innerhalb des Stadtgebiets befindet.