Krankenhäuser und stationäre Versorgung
In Bielefeld bilden die 8 ansässigen Krankenhäuser das Rückgrat der stationären medizinischen Versorgung. Für eine Stadt dieser Größenordnung in Nordrhein-Westfalen ist eine solche Anzahl an Kliniken ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge, um die Bevölkerung bei akuten Erkrankungen, Unfällen oder geplanten operativen Eingriffen zu versorgen. Die Krankenhausplanung obliegt in Deutschland den jeweiligen Bundesländern, in diesem Fall dem Land Nordrhein-Westfalen, welches die Kapazitäten und Versorgungsaufträge der Kliniken strukturiert.
Ein Krankenhausaufenthalt kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. In Notfällen erfolgt die Aufnahme in der Regel über die Notaufnahme oder durch den Rettungsdienst. Bei geplanten Eingriffen oder weiterführenden Diagnostiken erhalten Sie von Ihrer behandelnden Fachärztin oder Ihrem Hausarzt eine sogenannte Krankenhauseinweisung. Mit dieser Einweisung können Sie sich an eines der 8 Krankenhäuser in Bielefeld wenden, sofern dieses die entsprechende medizinische Fachabteilung für Ihr spezifisches Krankheitsbild vorhält.
Der Ablauf in einem Krankenhaus folgt bundesweit etablierten Standards. Nach der administrativen Aufnahme, bei der Ihre persönlichen Daten und die Informationen Ihrer Krankenversicherung erfasst werden, erfolgt die medizinische Anamnese. Dabei besprechen Ärztinnen und Ärzte Ihre Krankheitsgeschichte, bevor die eigentliche Behandlung oder Diagnostik beginnt. Es ist für Sie als Patientin oder Patient wichtig zu wissen, dass Sie bei allen Schritten ein Recht auf umfassende Aufklärung haben. Vor jedem Eingriff muss eine sogenannte informierte Einwilligung (Informed Consent) stattfinden, bei der Ihnen Risiken, Alternativen und der genaue Ablauf sachlich dargelegt werden.
Ein weiterer zentraler Aspekt der stationären Versorgung in den 8 Bielefelder Krankenhäusern ist das Entlassmanagement. Bereits während Ihres Aufenthaltes wird geprüft, ob Sie nach der Entlassung weitere Unterstützung benötigen. Dies kann eine Anschlussheilbehandlung (Reha), häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel wie Rollstühle oder Pflegebetten oder eben auch der Übergang in eine der 33 Pflegeeinrichtungen der Stadt sein. Der Sozialdienst der jeweiligen Klinik ist hierbei Ihr direkter Ansprechpartner. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialdienstes beraten Sie und Ihre Angehörigen objektiv und leiten in Absprache mit Ihnen die notwendigen Schritte ein, damit die Versorgungslücke zwischen Krankenhaus und dem weiteren Lebensumfeld nahtlos geschlossen wird.