Krankenhäuser und stationäre Versorgung
Die Krankenhauslandschaft in Solingen setzt sich aus vier Kliniken zusammen, die unterschiedliche medizinische Versorgungsstufen und fachliche Schwerpunkte abdecken. Wenn eine ambulante Behandlung durch niedergelassene Haus- oder Fachärzte nicht mehr ausreicht, wird eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus notwendig. Die Wahl der geeigneten Klinik hängt maßgeblich von der Art der Erkrankung ab. Unter den vier erfassten Krankenhäusern in Solingen finden sich sowohl Einrichtungen der allgemeinen somatischen Medizin als auch hochspezialisierte Zentren und Kliniken für psychische beziehungsweise psychosoziale Gesundheit.
Ein zentraler Anlaufpunkt für viele medizinische Anliegen ist das Städtische Klinikum Solingen. Als städtische Einrichtung steht ein solches Klinikum in der Regel für eine breite Grund- und Regelversorgung bis hin zur Maximalversorgung. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies, dass hier in der Regel eine Vielzahl an medizinischen Fachabteilungen unter einem Dach gebündelt ist, um sowohl geplante Eingriffe als auch akute Notfälle interdisziplinär behandeln zu können.
Ein weiteres wichtiges Krankenhaus in der Region ist das Krankenhaus Bethanien - Klinik für Pneumologie und Allergologie Zentrum für Schlaf- und Beatmungsmedizin. Der Name dieser Einrichtung weist auf eine sehr klare medizinische Spezialisierung hin. Die Pneumologie befasst sich als Teilgebiet der Inneren Medizin mit der Vorbeugung, Erkennung und konservativen Behandlung von Erkrankungen der Atemwege und der Lunge. Hierzu zählen beispielsweise Asthma, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) oder Lungenentzündungen. Die angegliederte Allergologie widmet sich allergischen Erkrankungen, die oft in engem Zusammenhang mit den Atemwegen stehen. Das Zentrum für Schlaf- und Beatmungsmedizin ist zudem eine essenzielle Anlaufstelle für Menschen, die an schlafbezogenen Atmungsstörungen wie der Schlafapnoe leiden oder auf eine außerklinische Beatmung angewiesen sind. Spezialkliniken dieser Art ziehen oft auch überregional Patientinnen und Patienten an, die auf genau diese Expertise angewiesen sind. [Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenversicherung/stationaere-versorgung.html]
Neben der körperlichen (somatischen) Gesundheit ist die psychiatrische und psychosoziale Versorgung ein elementarer Bestandteil des Gesundheitssystems. In Solingen wird dieser Bereich unter anderem durch die LVR-Klinik Langenfeld Behandlungszentrum Solingen abgedeckt. Einrichtungen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) sind in Nordrhein-Westfalen traditionell für die psychiatrische, psychotherapeutische und psychosomatische Behandlung zuständig. Ein solches Behandlungszentrum bietet Menschen in seelischen Krisen oder mit manifesten psychischen Erkrankungen einen geschützten Rahmen für Diagnostik und Therapie.
Ergänzt wird dieses Angebot durch den Psychosoziale Trägerverein Solingen, Standort Eichenstraße. Psychosoziale Trägervereine übernehmen in der Versorgungslandschaft eine wichtige Brückenfunktion. Sie richten sich häufig an Menschen mit psychischen Erkrankungen oder seelischen Behinderungen und unterstützen diese durch vielfältige Wohn-, Betreuungs- und Therapieangebote dabei, ihren Alltag zu bewältigen und gesellschaftliche Teilhabe zu erfahren.